Entstehung von Brustkrebs

Entstehung von Brustkrebs

Im Laufe einer jahrzehntelangen Forschung sind bislang die häufigsten Ursachen für die Entstehung sowie die Prozesse der Herausbildung von Brustkrebs erforscht worden. Dennoch sind noch nicht alle Informationen komplex vorhanden.

In der Krebsforschung wird gegenwärtig eine Annahme vertreten, die darauf hindeutet, dass die Entstehung von Brustkrebs eng mit Veränderungen des genetischen Materials verbunden ist. Hinter der Entstehung von Brustkrebs verbirgt sich eine Wandlung des Erbgutes in den körpereigenen Zellen, sodass es zu einem entarteten Wachstum dieser Zellen kommt. Dieses Wachstum ist dem normaler und gesunder Körperzellen gleicher Art nicht adäquat und erweist sich als Fehlsteuerung durch die gestörte Erbinformationen in den Zellkernen. Nicht nur die Formveränderungen, sondern auch die nicht mehr steuerbare und damit außer Kontrolle geratene Teilung dieser Zellen stellen ein eindeutiges Kennzeichen einer Fehlinformation dar.

Faktoren die zu Brustkrebs führen können

Verschiedene äußere oder innere Faktoren können die Entstehung von Brustkrebs in Form der Entartung von Zellen auslösen. Neben der genetischen Veranlagung der Frauen, die insbesondere bei einer familiären Häufung von Brustkrebs deutlich wird, kommen auch Einflüsse aus der Umwelt in Betracht. Innere Faktoren für die Entstehung von Brustkrebs können außerdem hormonelle Umstellungen und Schwankungen sowie bestehende Vorerkrankungen sein. Frauen in fortgeschrittenem Alter erkranken sechsmal so häufig wie jüngere Frauen an Brustkrebs. Von außen wirken hauptsächlich radioaktive und UV-Strahlen sowie gesundheitsschädigende Substanzen wie Nikotin, Alkohol, Schimmelpilze, verschiedene chemische Substanzen wie Kanzerogene und Viren als krebsbegünstigende Aspekte.

Grundsätzlich ist es so, dass die Entstehung von Brustkrebs wie die Bildung anderer Krebsarten recht komplexe Vorgänge umfasst. Neben sogenannten Mutationen, also Fehlbildungen der betroffenen Zellen spielt auch die Störung des Immunsystems eine wichtige Rolle. Insbesondere bei der Überwachung des Körpers gegen entartete Zellen besitzt das intakte Immunsystem eine zentrale Bedeutung. Ist die Immunabwehr geschwächt, können diese Zellen nicht mehr erkannt und bekämpft werden. Darüber hinaus zeichnen sich die entarteten Krebszellen durch eine enorme Widerstandsfähigkeit gegenüber den Kontrollmechanismen des Immunappartes aus. Dies trägt auch dazu bei, dass die abgespaltenen Krebszellen ungehindert im Organismus wandern und sich verteilen können. Dies ist die Bedingung für die Entstehung von Metastasen.

Etwas spezieller wird die Erklärung der Entstehung von Brustkrebs, wenn es um molekularbiologischen und zellspezifischen Entstehungsmechanismen geht. An den überwiegend vom Mammakarzinom betroffenen Patienten sind klassische Veränderungen an gesunden Brustzellen erkennbar. Diese zeigen sich darin, dass HER 1-Rezeptoren als Anhaftungsstellen der gesunden Zellen für die Aktivierung der Zellteilung sorgen, die in einem ganz normalen Rahmen verläuft. Je mehr HER 1-Rezeptoren an einer gesunden Brustzelle Platz finden, desto schneller und präziser geht die Teilung der Zellen von statten. Ein weiterer HER 2-Rezeptor trägt ebenso zu einer normalen Zellteilung bei. Im Gegensatz zum HER 1-Rezeptor ist dieser jedoch nur zu etwa 1/3 an der Zelle vorhanden. Bei Krebspatientinnen wurde allerdings nachgewiesen, dass eine Vermehrung des HER 2-Rezeptors vor sich gegangen ist. Dies könnte die Ursache für eine Entartung und Forcierung der Zellteilung sein.