Aktuelle Meldungen

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Experten erwarten bessere Therapien gegen Brustkrebs

Wie gut sind Frauen in Deutschland medizinisch versorgt? Von welchen Krankheiten sind sie besonders betroffen, und welche Erkrankungen werden in Zukunft eine größere Rolle spielen? Das sind Fragen, denen Forscher des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie des Berliner Universitätsklinikums Charité in einer großen Studie nachgegangen sind. Sie befragten im Auftrag des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) 150 führende Spezialisten aus Industrie und Wissenschaft - unter anderen Gynäkologen, Kardiologen und Neurologen. >> Lesen Sie hier die Antworten der Spezialisten


Anwendungsempfehlungen zur Hormonersatztherapie im Klimakterium und in der Postmenopause

Die vorliegenden Empfehlungen haben das Ziel, in komprimierter Form praxisrelevante Hilfestellung zu geben, unter Berücksichtigung der neuesten Ergebnisse aus der Women''s Health Initiative sowie vor allem auch aus Studien wie der Nurses Health Studie, welche in Bezug auf Alter und Auswahl der Kollektive praktische Verhältnisse und Fragestellungen besser reflektieren. Empfehlungen dieser Art basieren auf Durchschnittsanalysen - die Therapieentscheidung sollte stets nach einer individualisierten Nutzen/Risiko-Analyse erfolgen, die auch den persönlichen Wünschen und Ängsten der Patientinnen gerecht wird.


Risiko für Gestationsdiabetes erhöht bei zu geringer sportlichen Aktivität vor der Schwangerschaft

Obwohl ein Gestationsdiabetes die Gesundheit von Mutter und Kind langfristig gefährdet, weiß man bisher wenig über vermeidbare Risikofaktoren. Die Auswertung an knapp 22 000 Frauen innerhalb der Nurses'' Helath Study II ergab, dass eine inveres Relation zwischen sportlicher Aktivität vor der Schwangerschaft und Gestationsdiabetes besteht. Frauen, die mehr als 20 Stunden pro Woche vor dem Fernseher verbrachten und keinen Sport trieben, hatten ein 2.3-fach höheres Risiko für einen Gestationsdiabetes als Frauen, die weniger als 2 Stunden fernsahen und körperlich aktiv waren.

Zhang et al., Arch Intern med 2006;166:543-548


Neueste Ergebnisse zur HRT

Nach den jüngsten Auswertungen der ''Nurses Health Study'' (USA), die bereits 1976 mit 121.700 Krankenschwestern begonnen wurde, werden durch HRT Herzinfarkte verhindert, speziell bei frühem Behandlungsbeginn. Dies gilt sowohl für Estrogene allein, als auch mit Gestagen kombiniert, und gilt für Frauen ohne oder mit vorbestehendem kardiovaskulärem Risiko.


Einfach und effizient: 20 Jahre WHO-Stufenleiter

Experten fordern flächendeckenden Einsatz in der Tumorschmerztherapie

Vor 20 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation WHO erstmalig das Stufenschema zur Therapie von Tumorschmerzen vorgestellt. Das Büchlein, übersetzt in viele Sprachen, hat zu einer völlig neuen Betrachtung der Therapie chronischer Schmerzen beigetragen und große Fortschritte in der Schmerztherapie insgesamt möglich gemacht. „20 Jahre WHO-Stufenschema sind ein Grund zur Freude – aber auch ein Grund, dringend fehlende Konsequenzen anzumahnen“, so Prof. Dr. Michael Zenz, Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS). Experten beklagen die Tatsache, dass trotz der Effizienz des Stufenschemas und der weltweiten Verfügbarkeit der entsprechenden Medikamente selbst in industrialisierten Ländern immer noch ein zu hoher Prozentsatz an Tumorpatienten mangelhaft behandelt wird.