Chemiluminescencja

Chemiluminescencja

Das renommierte Robert-Koch-Institut stellte in einer jüngst veröffentlichten Studie fest, dass jedes Jahr etwa 59.500 Frauen in Deutschland neu an Brustkrebs erkranken. Damit ist Brustkrebs, in der Fachsprache Mammakarzinom genannt, die häufigste Krebsart bei Frauen jeden Alters. Brustkrebs betrifft etwa jede zehnte Frau mindestens einmal in ihrem Leben. Auch Männer können von einem Mammakarzinom betroffen sein, allerdings ist die Erkrankungsrate mit etwa 500 Fällen pro Jahr sehr niedrig. Am häufigsten tritt Brustkrebs bei Frauen ab einem Alter von etwa 50 bis 60 Jahren auf, kann jedoch in jedem Lebensalter zuschlagen. Brustkrebs stellt die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 30 und 60 dar. Das bedeutet, dass mindestens 30 Prozent - etwa ein Drittel - der Erkrankten an einem Mammakarzinom stirbt.

Die Heilungschancen bei Brustkrebs verbessern sich

Doch die Heilungschancen haben sich seit den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. In den Industriestaaten sind die brustkrebsinduzierten Sterbefälle zurückgegangen, während die Neuerkrankungsrate sich fast verdoppelt hat. Der hohe Anstieg der neu an Brustkrebs erkrankten Frauen ist vermutlich auf Umwelteinflüsse sowie Veränderungen im Lebensstil zurückzuführen. Übergewicht, Bewegungsmangel, die jahrelange Einnahme von Hormonpräparaten sowie Kinderlosigkeit oder die Geburt des ersten Kindes nach dem 32. Lebensjahr erhöhen das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, deutlich.

Erhöte Brustkrebs Heilungschancen durch Früherkennung

Dank der sehr guten diagnostischen und therapeutischen Mittel sind die Heilungschancen in Deutschland überdurchschnittlich hoch. Die frühestmögliche Erkennung eines Mammakarzinoms erhöht die Heilungschancen noch einmal deutlich - je früher der Krebs entdeckt wird, desto höher ist die Überlebenswahrscheinlichkeit. Etwa 80 bis 90 Prozent der Frauen entdecken den Brustkrebs selbst. In den meisten Fällen wird die Veränderung der Brust - etwa in Form eines Knotens, einer Verhärtung oder einer Veränderung in Form, Größe oder Farbe - jedoch durch eine gutartige Geschwulst hervorgerufen. Nur bei etwa 12 Prozent der entdeckten Veränderungen - also in 12 von 100 Fällen - stellt sich ein bösartiger Tumor heraus. Für bessere Heilungschancen sollten Frauen jedoch jede entdeckte Veränderung von ihrem Frauenarzt abklären lassen und regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen.

Therapieoptionen bei Brustkrebs

Brustkrebs wird in der Regel durch eine Operation sowie anschließende Chemotherapie und/ oder Bestrahlung behandelt. Die Heilungschancen können bei einem Mammakarzinom sehr unterschiedlich sein und hängen davon ab, ob es sich um einen aggressiven oder weniger aggressiven Tumor handelt und in welchem Stadium er entdeckt worden ist. Auch Tochtergeschwulste - sogenannte Metastasen - haben einen Einfluss auf die individuellen Heilungschancen. Ein einzelner Tumor lässt sich wesentlich einfacher behandeln als einige oder viele im ganzen Körper verstreute Geschwulste. Dementsprechend ist die Sterberate bei Auftreten von Tochtergeschwulsten drastisch erhöht. Übrigens sind Metastasen der Grund, weshalb die Früherkennung so wichtig ist. Sie treten im Regelfall erst in einem späteren Verlauf der Krankheit auf.

Der Lebensstil hat einfluss auf den Heilungsverlauf

Die eigene Lebensführung hat schließlich ebenfalls einen großen Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Heilungschancen. Beispielsweise sollte eine übermäßige Ernährung mit zu viel Fett, Eiweiß und Zucker ebenso vermieden werden wie ein Bewegungsmangel. Stattdessen stehen viel Gemüse und Obst - beides möglichst in Form von Rohkost - sowie gelegentlich mageres Fleisch auf dem Speiseplan. Die Patientin sollte Kohlenhydrate ebenfalls nur in Maßen konsumieren, da diese nichts weiter als komplexe Zucker darstellen und bei übermäßiger Zufuhr in Körperfett umgewandelt werden.